Case Study:
Mehrgenerationenhaus Altendorf
Wie Jomini & Zimmermann mit EcoTool ökologische und wirtschaftliche Entscheide im Entwurf absicherte.
Ausgangslage & Zielsetzung
Das Mehrgenerationenhaus in Altendorf bietet Raum für drei Wohneinheiten über mehrere Generationen hinweg sowie für gemeinschaftliche Nutzungen wie Hofladen, Hofküche und Lagerflächen für die solidarische Landwirtschaft.
Die Bauherrschaft verfolgte von Beginn an einen klaren Anspruch: ein klimavernünftiger, baubiologischer Bau mit natürlichen Materialien, niedriger Technisierung, gutem Innenraumklima – und dies zu sehr tiefen Erstellungskosten.
Für das Planungsteam stellte sich damit früh die Frage, wie sich ökologische Qualität, Wirtschaftlichkeit und konstruktive Einfachheit sinnvoll verbinden lassen.
Vorgehen mit EcoTool
EcoTool wurde bereits im Entwurf eingesetzt, um verschiedene Wand-, Fassaden- und Deckenkonstruktionen miteinander zu vergleichen.
Im Fokus standen dabei:
die ökologischen Auswirkungen unterschiedlicher Aufbauten - deren Einfluss auf die Erstellungskosten
- sowie die Frage, welche Lösungen langfristig robust, einfach und materialgerecht sind
Mithilfe von EcoTool konnten Varianten systematisch gegenübergestellt und deren Auswirkungen transparent gemacht werden. Die Ökobilanz wurde dabei nicht isoliert, sondern immer gemeinsam mit ökonomischen Aspekten diskutiert.
Gerade bei der Wahl der Decken- und Wandaufbauten half EcoTool, die Auswirkungen unterschiedlicher Konstruktionsprinzipien nachvollziehbar zu vergleichen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
«Dank EcoTool konnten wir die klimarelevanten Unterschiede der Konstruktionen direkt im Entwurf sichtbar machen und gemeinsam mit der Bauherrschaft abwägen.»
Ökobilanz als Entscheidungsgrundlage
Bei jedem relevanten Material- und Konstruktionsentscheid wurde der Einfluss auf Ökologie und Kosten gemeinsam mit der Bauherrschaft besprochen. EcoTool diente dabei als gemeinsame, faktenbasierte Entscheidungsgrundlage – nicht als Optimierungsinstrument um jeden Preis, sondern als Unterstützung für bewusste Abwägungen.
So konnte eine Konstruktion gewählt werden, die:
- den Einsatz zementintensiver Bauteile minimiert
- natürliche Materialien konsequent nutzt
- konstruktiv einfach bleibt
- und den Anforderungen an Brand-, Schall- und Raumklima gerecht wird
Energie & Technik: bewusst einfach
Die Gebäudeform wurde früh so gewählt, dass eine grossflächige Photovoltaikanlage möglich ist. Die Nutzung der produzierten Energie wurde bewusst offen gedacht – nicht nur für den Gebäudebetrieb, sondern auch für weitere Anwendungen wie Mobilität.
Für Heizung und Warmwasser setzte das Projekt auf Solarthermie und Stückholz aus lokaler Verfügbarkeit. Die einfache Haustechnik spiegelte den gesamten Projektansatz: pragmatisch, robust, kosteneffizient – und konsequent an der Bauherrschaftsstrategie ausgerichtet.
Erkenntnisse & Mehrwert
- Der direkte Vergleich unterschiedlicher Wand-, Fassaden- und Deckenkonstruktionen machte ökologische- und kostenbezogene Unterschiede schon im Entwurf nachvollziehbar.
- Variantenvergleiche schaffen Transparenz gegenüber der Bauherrschaft
- Ökologie und Kosten wurden gemeinsam bewertet – ohne unnötige technische Komplexität.
- EcoTool diente als gemeinsames Referenzinstrument im Team- und Bauherrendialog
«EcoTool ermöglichte uns, Materialität und Einfachheit mit faktenbasierten Nachhaltigkeitskennzahlen zu untermauern.»
Weitere Informationen zum Projekt direkt bei Jomini & Zimmermann Architekt:Innen
Messbare Nachhaltigkeit
EcoTool wird in realen Projekten eingesetzt – von der frühen Planung bis zur Entscheidungsfindung.
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Bauherrschaften: EcoTool als Entscheidungsgrundlage nutzen