Case Study Hochhaus Rankstrasse:
Wie der Kanton Basel-Stadt ökologische Zielwerte im Wettbewerb absichert

Der Kanton Basel-Stadt setzt auf EcoTool, um bereits in der Wettbewerbsphase fundierte ökologische Entscheidungen zu treffen und konkrete Zielwerte einzufordern. Beim Projekt «Wohnhochhaus Rankstrasse» zeigt sich, wie der Kanton Nachhaltigkeit zur verbindlichen Planungsgrösse macht.

© studio blomen

Nachhaltigkeit als Entscheidungsgrundlage

Für den Kanton Basel-Stadt ist Klimaschutz ein zentraler Auftrag. Um gute Werte in den Erstellungsemissionen zu erreichen, werden bereits in der Wettbewerbsphase konkrete ökologische Zielwerte definiert. EcoTool dient dabei als unverzichtbares Steuerungsinstrument: Es macht die komplexen Konzepte der Teams vergleichbar und stellt sicher, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern von der ersten Skizze an messbar ist.

Eine Partnerschaft für die Praxis

Immobilien Basel-Stadt (IBS) hat die Entwicklung von EcoTool als Partner eng begleitet. Ziel dieser Zusammenarbeit war es, ein Werkzeug zu schaffen, das exakt auf die Bedürfnisse von Bauherrschaften zugeschnitten ist.

Durch den praxisnahen Ansatz des Tools kann der Kanton Basel-Stadt heute sicherstellen, dass Architekturteams ihre Entwürfe ohne Umwege an den Zielwerten spiegeln können. Dies führt zu einer neuen Qualität von Wettbewerbseinreichungen, bei denen die Ökobilanz integraler Bestandteil der Architektur ist.

Das Projekt Wohnhochhaus Rankstrasse
Im Rahmen des kantonalen Wohnbauprogramms 1000+ realisiert der Kanton Basel-Stadt neben der Busgarage Rank ein Wohnhochhaus mit über 100 preisgünstigen Wohnungen. Das Projekt wird nach strengen ökologischen und sozial nachhaltigen Gesichtspunkten entwickelt.

Da das zur Verfügung stehende Grundstück begrenzt ist, wird der Wohnraum in Form eines Hochhauses realisiert, um die Ressource Land bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig dringend benötigten preisgünstigen Wohnraum zu schaffen.

Ressourcen sparen durch radikale Reduktion

Der Entwurf des Siegerteams Studio DIA unter der Leitung von Partner Wulf Böer setzt ein starkes Zeichen für ökologische Effizienz: Die Jury würdigte insbesondere den Verzicht auf zusätzliche Untergeschosse als mutigen und richtigen Schritt zur Einsparung grauer Energie. Durch diese Reduktion der unterirdischen Betonkubatur und den intelligenten Materialmix in den Obergeschossen zeigt das Hochhaus auf, wie moderne Ressourcenschonung in der Vertikalen funktioniert.
 

© Gerry Amstutz 
«Nachhaltigkeit ist für uns ein integraler Bestandteil des Entwurfs. Durch den Verzicht auf unnötige unterirdische Baumasse und ein hybrides Konstruktionsprinzip verfolgen wir eine klimaverträgliche Bauweise. Diese Ressourcenschonung ist für uns die Basis einer zukunftsfähigen Architektur.»
Wulf Böer, Partner Studio DIA

Erkenntnisse im Entwurfsprozess

Durch den Einsatz von EcoTool erhalten die Teams bereits während des Entwerfens unmittelbare Erkenntnisse über die ökologischen Auswirkungen ihrer Entscheidungen. Für die Bauherrschaft ist diese prozesshafte Annäherung an ein optimales Ergebnis einer der Schlüssel zu nachhaltigen Gebäuden.
 

«EcoTool ist für uns ein ideales Werkzeug für die frühe Phase. Es besticht durch eine einfache Handhabung und ermöglicht es den Teams, im Entwurf direkt Erkenntnisse zu nachhaltigen Bauweisen zu gewinnen. Das führt zu fundierten Einreichungen, die die Ökobilanz von Anfang an präzise abbilden.»
Ruedi Koechlin, Portfoliomanager, Immobilien Basel-Stadt

Effizienz und Geschwindigkeit als Standard

Die Durchführung von Projektwettbewerben wird immer komplexer. EcoTool überzeugt hier durch seine intuitive Anwendung, die es erlaubt, die Ökobilanzierung nahtlos in den Workflow zu integrieren. Damit leistet es einen Beitrag dazu, die Wettbewerbe zu vereinfachen und zu verschlanken.

Die Jury konnte so das Kriterium der ökologischen Nachhaltigkeit unmittelbar in den Entscheidungsprozess einbeziehen, ohne den kreativen Prozess der Architekturteams durch komplexe Administration zu bremsen.

Fazit: Verbindlichkeit schafft Qualität

Das Projekt an der Rankstrasse illustriert die Strategie von IBS: Durch die Vorgabe klarer Zielwerte und die konsequente Einforderung der Ökobilanz wird Nachhaltigkeit zum kreativen Motor.

EcoTool ist dabei das digitale Bindeglied, das ambitionierte Strategien der öffentlichen Hand in reale Architekturprojekte übersetzt.

Weitere Informationen zum Projekt direkt bei Studio DIA


Messbare Nachhaltigkeit

EcoTool wird in realen Projekten eingesetzt – von der frühen Planung bis zur Entscheidungsfindung.

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Bauherrschaften: EcoTool als Entscheidungsgrundlage nutzen

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