Case Study Werkhof Allschwil:
Wie EcoTool das Bauen im Bestand effizient unterstützt

Sanieren statt Abbrechen: Die Gemeinde Allschwil zeigt mit der Erneuerung ihres Werkhofs, wie die Architektur der Postmoderne zukunftsfähig transformiert wird. Dank EcoTool wurde die ökologische Bilanzierung der Sanierungsschritte zum integralen Bestandteil des Wettbewerbs, um graue Energie zu erhalten und Ressourcen zu schonen.

© AIVA

Nachhaltigkeit als inhärente Qualität

Beim Wettbewerb für den Werkhof Allschwil stand eine komplexe Frage im Zentrum: Wie kann Nachhaltigkeit nicht als Zusatz, sondern als fester Bestandteil des Entwurfs verstanden werden – weit über die reine Energieeffizienz hinaus? Für die Gemeinde Allschwil ist klar, dass der respektvolle Umgang mit der bestehenden Bausubstanz aus den 80er-Jahren der Schlüssel zu einer guten CO2-Bilanz ist.

Um die verschiedenen Ansätze der Teams objektiv bewerten zu können, kam EcoTool zum Einsatz.

Das Projekt Sanierung und Umbau Werkhof Allschwil
Die Gemeinde Allschwil saniert den bestehenden Werkhof an der Hagmattstrasse und optimiert diesen betrieblich. Das in den 1980er-Jahren im Stil der Postmoderne errichtete Gebäude wird energetisch modernisiert und räumlich effizienter organisiert, um Platz für zusätzliche Nutzungen zu schaffen.

Auf der rund 11'000 m² grossen Parzelle am Rand des Bachgraben-Areals entsteht ein zukunftsweisender Standort, der Nachhaltigkeit, CO2-Optimierung und den respektvollen Umgang mit der vorhandenen Architektur verbindet.

Effiziente Bearbeitung durch digitale Basis

Ein besonderer Vorteil im Verfahren: Die teilnehmenden Architekturteams griffen auf eine in EcoTool vorbereitete digitale Basis des Bestandsgebäudes zurück. Diese enthielt bereits die relevanten Schichtaufbauten der Bauteile, wodurch die Sanierungsmassnahmen und räumlichen Optimierungen ohne hohen administrativen Aufwand direkt bewertet werden konnten.

Der Fokus lag dabei auf der CO2-Optimierung und dem Einsatz erneuerbarer Materialien, die mit der vorhandenen Struktur in Einklang gebracht wurden.

Architektur im postfossilen Dialog

Das Siegerprojekt von Conrad Kersting und OAEU nutzt die vorhandenen Flächen geschickt aus und schafft durch minimale Eingriffe maximale räumliche Synergien. Die Ökobilanzierung begleitete den Entwurfsprozess dabei als stetiger Gradmesser.

«Für uns ist das Bauen im Bestand die zentrale Aufgabe unserer Zeit. Nachhaltigkeit darf kein Zusatz sein, sondern muss aus dem Wesen des Entwurfs entstehen. EcoTool hat uns geholfen, den ökologischen Fussabdruck unserer Eingriffe bereits in der frühen Phase präzise zu verstehen. So konnten wir die Materialwahl und die CO2-Bilanz direkt mit unseren architektonischen Zielen verknüpfen, um den Werkhof respektvoll weiterzubauen.»
Conrad Kersting, Architekt AAM

Erkenntnisgewinn für die Bauherrschaft

Auch für die Gemeinde Allschwil bietet der Einsatz von EcoTool eine hohe Entscheidungssicherheit. Die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Sanierungskonzepte war ein wesentlicher Faktor im Beurteilungsprozess.

«EcoTool ist ein hervorragendes Instrument für die frühe Phase. Es ist sehr einfach in der Handhabung und erlaubt den Teams, im Entwurf direkt Erkenntnisse zu nachhaltigen Bauweisen und zum Erhalt grauer Energie zu gewinnen. Das führt für uns als Bauherrschaft zu fundierteren Einreichungen, die den Fokus konsequent auf die Ressourcenoptimierung legen.»
Britta Löker, Gruppenleiterin Hochbauprojekte, Gemeinde Allschwil

Fazit: Sanierung als Chance

Der Werkhof Allschwil beweist, dass eine gute Ökobilanz und gestalterische Qualität beim Bauen im Bestand Hand in Hand gehen.

Durch die einfache Handhabung von EcoTool wird die komplexe Bilanzierung von Sanierungen für alle Beteiligten handhabbar – und macht Nachhaltigkeit zum messbaren Erfolgskriterium.

Weitere Informationen zum Projekt direkt bei O A E U


Messbare Nachhaltigkeit

EcoTool wird in realen Projekten eingesetzt – von der frühen Planung bis zur Entscheidungsfindung.

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Bauherrschaften: EcoTool als Entscheidungsgrundlage nutzen

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